Flaggentag der Mayors for Peace
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag stellte vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte er die völkerrechtliche Pflicht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“
Doch gegenwärtig spielen Atomwaffen wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik. Das nukleare Abrüstungsregime scheint geschwächt. Nach Schätzungen der Expert*innen des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI verfügen die neun Atommächte noch immer über 12.187 Atomsprengköpfe. Die Friedensforscher*innen warnen zudem vor einem neuen Wettrüsten der Atommächte.
"Noch immer bedrohen mehr als 12.000 Atomsprengköpfe die Existenz der Menschheit. Trotz aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen brauchen wir ernsthafte nukleare Abrüstungsbemühungen. Deshalb ist es wichtig, heute – am 30. Jahrestag des IGH-Rechtsgutachtens – Flagge zu zeigen und gegen ein neues atomares Wettrüsten einzutreten", so Bürgermeisterin Christine Möller.
Wer sind die Mayors for Peace:
Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.480 Städte und Gemeinden in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter rund 900 Städte und Gemeinden in Deutschland.





