Grünes Klassenzimmer in Hagen a.T.W.
Statt ausschließlich im Klassenraum zu lernen, entdecken Dritt- und Viertklässler künftig den Wald direkt vor Ort. Die Kooperation ermöglicht es, die pädagogischen Programme erstmals auch in Privatwäldern im Hagener Borgberg anzubieten. Ausgangspunkt ist das Schullandheim in Mentrup. Dadurch werden lange Fahrten vermieden und Schulen in der Region leichter erreicht.
Die zertifizierte Waldpädagogin aus Georgsmarienhütte vermittelt bereits seit mehreren Jahren Wissen rund um Tiere, Pflanzen und ökologische Zusammenhänge. Unterstützt wird das neue Projekt finanziell von der KOL sowie der Volksbank Bramgau-Osnabrück-Wittlage. Für Familien sinken dadurch die Kosten deutlich: Eltern zahlen lediglich zwei Euro pro Kind und Veranstaltung.
Die Kulturlandschaft Osnabrücker Land setzt sich als gemeinnütziger Verein für Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutz ein. Vorsitzender Stefan Kleine-Wechelmann betont die Bedeutung früher Naturerfahrungen: Nur wer die Natur kenne und schätze, werde sie später auch schützen wollen.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigte sich bereits bei ersten Exkursionen im Hagener Wald. Schülerinnen und Schüler der Bühner-Bach-Schule Bramsche gingen dort gemeinsam mit „Frau Waldmeister“ auf Spurensuche. Ob angeknabberte Walnüsse, Tierfährten im Boden oder Vogelnester – die Kinder lernten den Wald mit allen Sinnen kennen.
Besonders wichtig ist Maike Dittmer dabei der spielerische Zugang. Ihre Programme tragen Titel wie „Unseren Waldtieren auf der Spur“, „Alle Vögel sind schon da – oder etwa nicht?“ oder „Wie wächst mein Frühstücksbrett?“. Neben Wissen stehen dabei vor allem eigene Erfahrungen und Begeisterung für die Natur im Mittelpunkt.
Auch aus Sicht der Forstexperten kommt das Angebot zur richtigen Zeit. Bezirksförster Sebastian Klefoth beobachtet, dass viele Kinder heute nur selten außerhalb des Klassenraums lernen. Naturpädagogische Tage im Wald könnten deshalb nachhaltige Eindrücke hinterlassen.
Grundschulen aus dem Osnabrücker Land können sich über die Angebote bei „Frau Waldmeister“ sowie bei der Kulturlandschaft Osnabrücker Land informieren.





