Internationaler Frauentag
Zu Beginn begrüßte Bürgermeisterin Christine Möller die Anwesenden und übergab das Wort an die Gleichstellungsbeauftragte Ruth Schulte to Bühne, die die Bedeutung des Tages hervorhob. Der internationale Frauentag würdige die Stärke, den Mut und die Vielfalt von Frauen – sowohl in Hagen a.T.W. als auch weltweit. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass Gleichberechtigung kein Selbstläufer sei, sondern das Ergebnis von Engagement, Solidarität und einer klaren Haltung. Ruth Schulte to Bühne betonte, dass Frauen täglich das gesellschaftliche Leben prägen – in Familien, in der Arbeitswelt, in Vereinen sowie in Verwaltung und Politik. Oft übernehmen sie Verantwortung selbstverständlich und mit großem Einsatz, jedoch noch immer nicht immer mit der Anerkennung, die sie verdienen. Der 8. März sei deshalb nicht nur ein Tag des Dankes, sondern ein Tag des Hinschauens: Wo bestehen weiterhin Ungleichheiten? Wo braucht es mehr Unterstützung und stärkere Stimmen für Gleichstellung?
Traditionell wurden im Rahmen der Veranstaltung Tulpen verteilt. Die Frühlingsblumen stehen symbolisch für Zuneigung und Wertschätzung.
© Gemeinde Hagen a.T.W.
Ratsmitglied Felizitas Exner gab zu Bedenken, dass rechtliche Gleichberechtigung zwar erreicht sei, tatsächliche Gleichstellung jedoch weiterhin Herausforderungen mit sich bringe. Beispiele dafür sind unter anderem Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. Sie thematisierte sie die häufig unzureichende Finanzierung von Frauenberatungsstellen und Unterstützungsangeboten, die für viele Betroffene eine wichtige Anlaufstelle darstelle.
Besonders eindringlich wurde an die Fälle von Femizid erinnert, die im vergangenen Jahr sowohl in Osnabrück wie im Landkreis verzeichnet wurden. Drei symbolisch aufgestellte Kerzen sollten daran erinnern, dass hinter diesen Zahlen menschliche Schicksale stehen und dass Prävention, Schutz und Unterstützung weiterhin große gesellschaftliche Aufgaben bleiben.
Die Veranstaltung machte deutlich: Der internationale Frauentag ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern ein Tag der Erinnerung und des Engagements. Ziel bleibt es, Gleichstellung weiter voranzubringen und Frauen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu stärken.





