Kirschblütentreffen in Hagen a.T.W.: Ehrenamt als Herzstück der Gemeinschaft
Bürgermeisterin Christine Möller begrüßte zahlreiche Gäste aus Vereinen, Verbänden, Kirchen, Schulen, Verwaltung und Politik sowie die neue Kirschkönigin Lena-Sophie I., die erstmals nach ihrer Proklamation offiziell vorgestellt wurde.
In ihrer Ansprache hob die Bürgermeisterin die besondere Bedeutung des Ehrenamtes für das gesellschaftliche Zusammenleben in Hagen a.T.W. hervor. Unter Bezug auf das Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss „Demokratie lebt vom Ehrenamt“ betonte sie, dass freiwilliges Engagement weit mehr sei als praktische Hilfe: „Wer sich engagiert, übernimmt Verantwortung, stärkt den sozialen Zusammenhalt und lebt Demokratie aktiv vor.“
Als Beispiele für das vielfältige Engagement nannte sie unter anderem das erfolgreiche Rikscha-Projekt, das kürzlich seinen 1.000 Fahrgast begrüßen konnte, sowie den Sudenfelder Frühlingssturm, der auch Gäste aus der Partnergemeinde Wustrow beeindruckte. Zudem kündigte sie weitere Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamtes an. Dazu zählen die geplante Einrichtung eines Feierabendmarktes als Ort der Begegnung, die umfassende Sanierung der ehemaligen Jägerbergschule, die künftig erneut Vereinen und Verbänden zur Verfügung stehen soll oder die Vernetzung durch Ehrenamtskoordinatorin Ruth Schulte to Bühne.
Im Anschluss an die Ansprache wurden mehrere Bürgerinnen und Bürger für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
Für seinen Einsatz im Bereich Sicherheit wurde David Diekmann geehrt. Laudatorin Raphaela Grave betonte, dass er sich seit 26 Jahren für den DLRG engagiert, davon seit 20 Jahren als Trainer. Zudem ist David Diekmann seit 2021 erster Vorsitzender des Vereins, Rettungsschwimmer im Freibad sowie Gerätewart der Feuerwehr Obermark.
Werner Menkhaus erhielt eine Ehrung für sein langjähriges Engagement rund um den „Stern“ und zahlreiche weitere Projekte in Hagen a.T.W. Ob Sternparty, Rikscha-Gruppe, Walking Football oder Sommerfest im Park – immer wieder bringt er Menschen zusammen und setzt Ideen mit großer Tatkraft um, wie Laudatorin Elke Buller zu berichten wusste.
Für ihren besonderen Einsatz für die deutsch-polnische Freundschaft wurden Marcus Sprick und Katharzyna Matyias, die extra aus dem entfernten Barczewo angereist war, ausgezeichnet. Schulleiter und Laudator Michael Koslik sprach großen Dank für die Organisation zahlreicher Schüleraustausche aus. Durch ihr langjähriges Engagement haben sie die Partnerschaft zwischen Hagen a.T.W. und Barczewo und deren Völkerverständigung nachhaltig geprägt.
Laudator Martin Sandkämper würdigte Antonius Thorwesten für seine jahrzehntelange Arbeit im Heimatverein. Seit 42 Jahren engagiert er sich im Vorstand und hat zahlreiche Projekte wie die Renovierung der Gellenbecker Mühle, Schnatgänge oder verschiedene Heimat- und Begegnungsprojekte begleitet und mitgestaltet.
Eine weitere Ehrung galt Karl-Heinz „Charly“ Niehenke, der sich im Vorfeld entschuldigt hatte. Bürgermeisterin Christine Möller ehrte ihn für sein jahrzehntelanges Engagement im kulturellen Bereich, insbesondere für die Veranstaltungsreihe „Umsonst und Draußen“ sowie seine Unterstützung der Zeltlager.
Das Kirschblütentreffen machte erneut deutlich, wie stark das gesellschaftliche Leben in Hagen a.T.W. vom ehrenamtlichen Einsatz seiner Bürgerinnen und Bürger getragen wird. Die Veranstaltung bot dabei nicht nur Raum für Ehrungen, sondern auch für Begegnungen und Austausch in gemeinschaftlicher Atmosphäre.





