Kirsche des Jahres 2026
Herkunft und Verbreitung:
Die Sorte ist ein Zufallssämling, der von der Baumschule Teickner (Gernrode/Harz) gefunden und nach 15-jähriger Beobachtungszeit 1936 in den Handel gebracht wurde. Die Sorte wurde Anfang der 1950er Jahre in den Landwirtschafts-Kammerbezirken Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg empfohlen und hat sich in den Folgejahren vor allem in den östlichen Bundesländern verbreitet. Die Sorte wurde aber auch in einigen westdeutschen Anbaugebieten (z. B. Witzenhausen) zeitweise im Erwerbsanbau gepflanzt und bis in die 1980er Jahre in der Literatur als robuster Massenträger empfohlen. In den beiden letzten Jahrzehnten wurde ’Teickners’ im Erwerbsanbau meist von größerfrüchtigen Sorten verdrängt. In Streuobstbeständen dürfte die Sorte in Deutschland noch überregional allgemein verbreitet sein.
Baum- und Fruchteigenschaften:
Die Frucht ist mittelgroß und dunkelrot, vollreif braun-violett. Das Fruchtfleisch ist dunkelrot bis schwarzrot, weich, gut steinlösend, der Saft färbend, aromatisch, süß mit feiner Säure. Die Platzfestigkeit ist mittel.
Der Baum wächst mittelstark, an einigen Standorten stark. Baum mit dominanter Mittelachse (Stammverlängerung) und steilen Leitästen, an denen sich die Seitenäste sortentypisch waagrecht anordnen. Die Kronenform ist hochkugelig. Stamm, Leit- und Seitenäste bleiben (im Vergleich zu anderen Sorten) auffallend schlank.
Anbaueignung und Verwendung:
Die Sorte ist wegen ihres regelmäßigen Ertrages, ihres frühen Ertragsbeginns und ihres nur mittelstarken Wachstums für den Streuobstanbau bzw. für den Haus- und Kleingarten interessant. Im Anbaugebiet Hagen a.T.W. war allerdings eine starke Anfälligkeit gegenüber Schrotschuss festzustellen. Die Früchte eignen sich als Tafelfrucht, sind aber auch für Verarbeitungszwecke bzw. Konservierung geeignet.
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